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Fuldaer Zeitung vom 26.8.2008


Regen-Bogen-Reisen

Von der Trauer- über eine Brücke – zu neuem Leben/ Trauernde brechen mit Reisebegleitung in eine neue Zeit auf.

„Wir waren an Bord des Schiffes die lustigste Truppe“, resümiert Irma Heyne-Beuse, die Erfinderin von „Regen-Bogen-Reisen“, die letzte  Fluss-Kreuzfahrt. Ein solches Fazit können wohl viele Menschen im Urlaubsrückblick ziehen, doch erst der Blick auf die Reisegruppe lässt diese Aussage besonders erscheinen: Trauernde.

Dass Trauern und Reisen kein Widerspruch darstellt, hat die 71-jähirge Reiseverkehrskauffrau mit ihrer Idee ein spezielles Angebot für Hinterbliebene zu entwickeln, bewiesen. „Ich wehre mich immer gegen das Wort Trauerreise“, erklärt Heyne-Beuse, die die Reisen vielmehr als Begegnung voller Freude und des sich getragen Fühlens erfährt. „Nach dem Tod eines lieben Menschen bewegt sich das Leben trotzdem weiter und mit einer Reise kommt man wieder in Fluss. Wenn die Trauernden den Mut haben weiter zu gehen, etwas Neues zu beginnen – dann sind wir da.“ In diesem „wir“ schließt die Reiseverkehrskauffrau ihre Schwester, Hilde Peters, ein, mit der sie vor zwei die Firma „Regen-Bogen-Reisen“ gegründet hat. „Und dabei dachte ich meine Zeit im Berufsleben sei schon um“, gesteht Heyne-Beuse. „Nachdem ich 25 Jahre ein mittelständisches Firstreisebüro geleitet habe, habe ich vor drei Jahren das Büro verkauft und kurz danach ist mein Mann gestorben.“

Mit dieser Situation sei sie anfangs nicht fertig geworden, erinnert sich die 71-Jährige, doch als sie in einen Gesprächskreis der Hospizinitiative in Wesel aufgenommen wurde, ging es wieder bergauf. „Es hat sehr geholfen zu hören, wie andere Betroffene mit dem Problem fertig werden.“  Dass diese Erfahrung so weite Kreise ziehen würde war Heyne-Beuse nicht bewusst, als die Initiative nach einem halben Jahr mit der Idee an sie herantrat, Reisen für Trauende zu organisieren. Diese Idee gemeinsam mit ihrer 15 Jahre jüngeren Schwester umzusetzen, sei eine große Herausforderung gewesen, der sie sich nach überwundener Hemmschwelle gerne gestellt haben. „Dadurch habe  ich wieder eine Aufgabe gefunden“, gibt Heyne-Beuse stolz zu, „wir haben beide kräftig Kapital in die Firma gesteckt, aber leben können und wollen wir nicht davon. Es geht uns darum den Menschen zu helfen.“
 
Dass eine solche Reise die Trauer nicht auffangen und eine Aufarbeitung der Situation nicht ersetzten kann, weiß die Reiseverkehrskauffrau: „Jeder muss für sich alleine traurig sein, aber dennoch sitzen alle im gleichen Boot. Wenn die Trauernden wieder Mut zum Leben fassen, kann eine solche Reise der nächste Schritt sein.“ Auch wenn die Reiseteilnehmer meist aus einer Gesprächsgruppe kommen oder übers Internet bzw. Empfehlungen, sei eine professionelle Begleitung prinzipiell wichtig, was sich auch im Konzept von Regen-Bogen-Reisen widerspiegle. „Auf unseren Reisen stehen stets professionelle Begleiter von einer Hospiz-Initiative zum Gespräch zur Verfügung“, erklärt die Jungunternehmerin. Dabei habe sich gezeigt, dass die geschulten Begleiter ständig im Einsatz waren. „Es hat mich sehr erstaunt wie gefragt das Angebot auf unserer ersten Kreuzfahrt auf der Rhone im März 2007 war. Wenn Menschen einmal dabei sind, dann sprudelt es einfach – dann geht es nicht nur um Trauer, sondern auch um das Leben.
Das Gleiche wiederholte sich bei der Fluss–Kreuzfahrt auf dem Dnjepr im April 2008. Ich habe Menschen in die ganze Welt begleitet, aber so intensive Gespräche hatte ich noch nie“, resümiert sie die Reiseerfahrungen, die sie stets Vorort als Ansprechpartnerin begleitet.
Regen-Bogen-Reisen spricht Hinterbliebene ebenso an wie Verlassene und  Geschiedene. „Das Angebot ist wohl auf eine kleine Gruppe, jedoch nicht auf ein Alter begrenzt, obwohl zumeist 50- bis 70-Jährige angesprochen werden“, erklärt die Erfinderin. „Im Reisen treffen verschiedenste Menschen mit verschiedensten Schicksalen aufeinander, dabei kann durchaus etwas Neues entstehen. Es entwickeln sich Freundschaften untereinander – ein Herr hat sogar eine neue Partnerin gefunden.“ Dass eine Reise nicht ganz billig ist, erklärt sich durch die Philosophie des Unternehmens: „Die Reisen sollen in einer ruhigen, entspannten und komfortablen Atmosphäre stattfinden - außerhalb der sonstigen Hektik unserer Zeit. Wenn man jemanden verloren hat, sollte man etwas für sich tun, Platz für sich haben, zum Beispiel in einem Einzelzimmer, Kultur, gutes Essen und Qualität genießen.“

Eine gute Möglichkeit biete sich zum Beispiel bei der nächsten Kulturreise, die vom 3. bis 10. Oktober an den Golf von Neapel in das Sorrenter 4* Hotel Plaza führt, dass direkt in der Piazza Tasso liegt. Ebenso interessant sei die 5-tägige Adventskreuzfahrt auf dem Rhein vom 15. bis 19. Dezember. Weitere Informationen zu den Reisen und der Philosophie des Veranstalters gibt es im Internet unter www.regen-bogen-reisen.com.
Eine telefonische Information über (02852) 6035 ist auch jederzeit möglich.

 


  Update: 8. Sep 2008

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